Namensgebung und Geschichte:
Man ist sich nicht einig,ob der Malachit entweder nach dem griechischen Wort „malache“ = sattgrün oder „malachos“ = weich, benannt ist.
Von den Griechen und Römern wurde das Mineral zerstoßen und zum Schminken oder in der Malerei als Farbstoff genutzt. In Ägypten wurden aus Malachit Schmuckgegenstände, Amulette und Kameen hergestellt.
Allgemein:
Malachit kommt in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten und in porösen Sandsteinen als Knollen, zapfenförmige oder stalaktitische Gebilde vor. Malachit ist gebändert wobei sich helle und dunkle Lagen abwechseln. Einfarbige große Stücke sind selten. Malachit, verwachsen mit dem tiefblauen Azurit wird als Azurmalachit bezeichnet.
Im Winterpalais der Eremitage in St.Petersburg gibt es den „Malachit-Saal“ in dem zahlreiche Säulen sowie die Kaminumrahmung mit Malachit belegt sind.
Malachit wird veredelt indem man ihn mit Paraffin oder Epoxid imprägniert.
Fundorte:
Betzdorf/Siegerland, Rußland (Ural), Sambia, Simbabwe, Namibia, USA
Umgang/Pflege:
Malachit ist wärmeempfindlich (wird bei großer Hitze schwarz). Gegen Säuren und Ammoniak ist er empfindlich.
Gereinigt wird er nur mit Seifenwasser. Von der Reinigung mit Ultraschall oder Dampf ist abzuraten.
Verwendung:
Für Schmuckzwecke wird der Malachit im Tafelschliff und Cabochon geschliffen. Faccettenschliff wird selten angewand. Desweiteren werden kunstgewerbliche Gegenständen (Gravuren aller Art, Einlegearbeiten) und Wandbelege hergestellt, bei denen geschickt die Bänderung (Streifung) ausgenutzt wird so das eine enorme Optik entsteht.