Namensgebung und Geschichte:
Moldavit ist nach seinem Fundgebiet an der Moldau lat. „moldavia“, in Tschechien benannt.
Vor 15 Millionen Jahren schlug ein riesiger Meteorit mit einem Durchmesser von mehr als 1 km und einer Geschwindigkeit von ca. 70 000 km/h auf der Erdoberfläche (im heutigen Nördlinger Ries) ein. Es kam zu einer Explosion, die einen Krater mit einem Durchmesser von 25 km und einer Tiefe von 4 km schuf. Irdisches Gestein wurde hochgeschleudert und ging 400 km weiter in östlicher Richtung, abgekühlt und erstarrt in der Region der oberen Moldau (Böhmen, Mähren) nieder. Der Moldavit war entstanden.
Früher glaubte man, das Moldavit, so wie alle Tektite, Teile von Meteoriten sind.
Heute weis man, des es sich um Irdisches Gestein handelt, dessen Entstehung mit einem Meteoriteneinschlag verbunden ist.
Allgemein:
Beim Moldavit handelt es sich um ein Gesteinsglas.
Die Form und Oberfläche des Moldavit lassen auf seine Entstehung schließen.
Oft ist der Stein rundlich oder tropfenförmig und seine Oberfläche erscheint unregelmäßig und narbig.
Moldavit ist selten und teuer. In den Sandgruben in denen er gefördert wird, wird pro Tonne Sand nur ein Moldavit gefunden.
Fundorte:
Tschechien
Umgang und Pflege:
Textilreinigungsmittel, die Flußsäure enthalten, müssen unbedingt vom Moldavit ferngehalten werden da der Stein hochempfindlich reagiert und sich auflöst.
Verwendung:
Bei Sammlern ist Moldavit vor allem wegen seiner Entstehungsgeschichte auch im Rohzustand sehr beliebt.
Desweiteren wird er im Handel z.B. als Trommelstein oder geschliffen als Anhänger angeboten.