Namensgebung und Geschichte:
Seinem bläulich-weißem Lichtschimmer, der an die silberblaue Farbe des Mondes erinnert, verdankt der Mondstein seinen Namen.
Als Stein des Mondes spielte der Mondstein schon in der Antike eine große Rolle.
Plinius der Ältere sah in ihm einen Anzeiger für die Bahnen des Himmelskörpers: „Er zeigt das Bild des Mondes und von Tag zu Tag dessen Zu-und Abnahme“.
In arabischen Ländern und in Indien war und ist der Mondstein ein Zeichen der Liebe und wird in Nachthemden eingenäht.
Hochzeitspaare bekommen, nach einem alten Brauch, der noch heute in aribischen Ländern gepflegt wird, einen Mondstein geschenkt.
Allgemein:
Mondstein ist eine Varietät des Orthoklas und gehört in die Gruppe der Feldspäte.
Er entsteht primär in Pegmatiten, bildet keine Kristalle sondern massige Aggregate oder derbe Spaltstücke aus.
Der Anteil an Albit im Mondstein bestimmt die Intensität des blauen Lichtscheins.
Fundorte:
Brasilien, Birma, Australien, Madagaska, Indien, USA, Schweiz (St. Gotthard)
Umgang und Pflege:
Starke Hitze mag der Mondstein nicht. Darauf reagiert er, indem er sein Irisieren verliert.
Ringe mit diesem Stein sollten vor Arbeiten im Haushalt, vor allem mit Säuren oder chlorhaltigen Mitteln abgelegt werden.
Ebenso ist ein Ring mit Mondstein abzulegen, bevor die Hand in sehr warmes oder sehr kaltes Wasser ( Schnee) getaucht wird, da er bei Temperatursprüngen recht empfindlich reagiert.
Mondstein neigt zu Druckempfindlichkeit.
Verwendung:
Der Mondstein wird z.B. zu Anhängern, Ketten, Ringen und Ohrschmuck verarbeitet, wobei er meistens geschliffen wird, weil er erst dann seinen typischen Schimmer erhält.