Namensgebung und Geschichte:
Serpentin ist nach seinem schlangenhautähnlichen Aussehen benannt lat. „serpentinius“ = schlangenartig.
Allgemein:
Durch die Metamorphose magnesiumreicher Silikate (z.B. Bronzit,Olivin, Diosid oder Jadeit) entseht Serpentin. In tertiären Bildungsprozessen wandeln sich diese Silikate in Serpentin um, wenn Kieselsäure vorliegt.
Serpentin füllt kleinste Risse und Spalten tritt aber auch in großen Massen auf.
Serpentin weist zwei wichtige Strukturvarietäten auf: Antigorit (Blätterserpentin) = feinschuppig und Chrysotil (Faserserpentin) = weist undurchsichtige, dunkle Einschlüsse auf.
Bezeichnungen für Farb- und Gemengvarietäten:
Silberauge = Serpentin mit Schichten aus Antigorit und Chrystolit
Verdit = Gemenge aus Serpentin und Fuchsit
Bastit = aus Bronzit entstandener Serpentin
Stichtit = roter, chromhaltiger Serpentin
Siliciophit = Serpentin-Opalgemenge
Steatoit = aus Olivin entstandener Serpentin
Chita = gelb-grüner Serpentin
Williamsit = olivgrüner Serpentin mit schwarzen Einschlüssen
Lizardit = grüner Serpentin mit rötlich oder braunen Flecken
Connemara = grün-weiß gesprenkelter Serpentinmarmor
Fundorte:
Australien, Afghanistan, Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Neuseeland, Mexiko, Südafrika, USA
Umgang und Pflege:
Die Reinigung des Serpentin darf nicht mit chlor- oder salzsäurehaltigen Mitteln und mit Laugen erfolgen!
Auch bei der Hausarbeit sollten Ringe mit Serpentin vor Reinigungsmitteln ferngehalten werden!
Nur unter fließendem Wasser reinigen!
Vor mechanischen Einwirkungen ist das Mineral unbedingt zu schützen, da es recht weich ist.
Verwendung:
Das Mineral wird im Kunstgewerbe zu Figuren und sogar zu Schalen verarbeitet, weil man oft große Blöcke Serpentin findet. Desweiteren werden verschiedenste Schmuckstücke aus Serpentin gefertigt. Auch als Handschmeichelstein, Trommelstein oder Rohstein wird serpentin angeboten.