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Turmalin


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Chemische Formel: (Na,Li,Ca)(Fe,Mg,Mn,Al)3 Al6[(OH)4 (BO)3 Si6O18
Chemische Zusammensetzung: Natrium, Lithium, Calcium, Eisen, Magnesium, Mangan, Aluminium, Sauerstoff, Wasserstoff, Bor, Silicium
Farbe: farblos (Achroit), gelb (Elbait), braun und gelbbraun (Dravit, Buergerit), grün (Uvit, Verdelith, Dravit), rosa, rot (Rubellit), blau (Indigolith, Dravit), schwarz (Schörl), mehrfarbig (Elbait)
Härte: 7-7,5
Dichte: 3,02-3,41
Kristallsystem: trigonal
Spaltbarkeit: unvollkommen
Glanz: Glasglanz
Transparenz: durchsichtig, undurchsichtig
Strichfarbe: weiß
Bruch: muschelig,uneben
Ähnliche Mineralien: Chrysoberyll, Rubin, Smaragd, Amethyst, Topas, Saphir, Spinell, Zirkon
Besonderheiten: Katzenaugeneffekt, selten Alexandrit-Effekt





Namensgebung und Geschichte:

Turmalin ist nach dem singhalesischen Wort „turamali“= mehrfarbig benannt.

Holländer brachten ihn 1703 von Sri Lanka nach Europa. Um die Echtheit des Steines zu beweisen zogen sie mit ihm Asche aus dem Torffeuer.

Rubellit, die rote Varietät des Turmalins diente den Künstlern als Talisman.

Allgemein:

Turmalin ist ein Mineral, das die breiteste Farbpalette aller Edelsteine aufweist und häufig in Gesteinen wie Granit und Pegmatit vorkommt. Es gibt auch zweifarbige Kristalle, die ungewöhnliche elektrische Eigenschaften haben. Diese Kristalle sind an einem Ende grün am anderen rosa. Die eine Seite besitzt positive, die andere negative Ladung.

Bei Druck, Reibung und nach Erhitzen und Abkühlen zieht der Turmalin Staub ja sogar kleine Papierschnitzel an.

Die verschiedenen Varietäten des Turmalins kommen wie es auch bei anderen Mineralien der Fall ist durch die verschiedenen Beimengungen von Stoffen wie beispielsweise Magnesium (Dravit, Uvit), Eisen (Buergerit), Chrom (Verdelith), Lithium (Elbait), Lithium und Eisen (Rubellit), Eisen (Schörl) zustande.

Fundorte:

Epprechtstein/Fichtelgebirge, Italien (Elba), Brasilien (Minas Gerais), Madagaskar, Sri Lanka, USA, Rußland

Umgang/Pflege:

In Seifenwasser reinigen.Von der Reinigung mit Ultraschall und Dampf wird abgeraten.

Starke Temperaturänderungen sind zu vermeiden.

Verwendung:

Turmalin wird in Faccetten oder im Cabochon geschliffen und zu Schmuck verarbeitet.

Desweiteren werden aus Turmalin wunderschöne Gravuren angeboten.



Zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 1. Januar 2008